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Selbstlose Hetze

Geschäftsführer einer gemeinnützige Organisation versucht Delfin-Informations-Seite löschen zu lassen


Am 19. März 2015 veröffentlichte der Geschäftsführer einer „weltweit aktiven gemeinnützigen Organisation zum Schutz von Meeressäugetieren mit Vor-Ort-Protestaktionen und juristischen Interventionen gegen Delfinarien und Tierquälerei“ auf seiner Facebook-Seite eine an ihn gerichtete Mail eines „Thomas“  von den Community Operations von Facebook:

„Hallo Jürgen, Wir haben die Seite (gemeint ist die Seite dolphinaria.truth) vorübergehend gesperrt, bis wir die korrekten Impressum Informationen erhalten. Falls wir die korrekten Daten erhalten sollten, werden wir die Seite in Deutschland wieder herstellen. Danke dass Du Facebook kontaktiert hast.“

Aufgrund des Inhalts dieser Mail ist anzunehmen, dass besagter „Jürgen“ daran beteiligt war, die Delfin-Informations-Seite „dolphinaria.truth“, welche gegründet wurde, um „die Allgemeinheit über die Realität in den wissenschaftlich geführten Delfinarien zu informieren“, löschen zu lassen. Der Grund war, wenn ich mich recht entsinne, ein amerikanisches Impressum, das von Befürwortern der Löschungs-Ersuchens augenscheinlich als Fake angesehen wurde.

Dolphinaria.truth wieder online – Reaktion der gemeinnützigen Organisation


Die Löschung scheint vorübergehend auch gelungen zu sein. Am 31. März 2015 ist die Facebook-Seite „dolphinaria.truth“  aber wieder online und just an diesem Vormittag veröffentlicht die „weltweit aktive gemeinnützige Organisation zum Schutz von Meeressäugetieren mit Vor-Ort-Protestaktionen und juristischen Interventionen gegen Delfinarien und Tierquälerei“ (bzw. dessen Geschäftsführer?) gegen 11:45 Uhr auf der WDSF-Facebook-Seite, dass man den Zoo Duisburg bewerten könne. Damit das ein zu gewinnender Liker leichter kann, ist auch gleich der Link zur Seite mit angegeben, die es zu bewerten gilt. Die zeitliche Nähe des Returns von „dolphinaria.truth“ und des Hinweises, den Zoo Duisburg bewerten zu können, erscheint mir interessant.

Gemeinnützige Organisation legt noch eins drauf


Aber die Aktion scheint nicht die erhoffte Wirkung zu haben, denn gegen 15:25 Uhr ändert die „weltweit aktive gemeinnützige Organisation zum Schutz von Meeressäugetieren mit Vor-Ort-Protestaktionen und juristischen Interventionen gegen Delfinarien und Tierquälerei“ ihren Hinweis und erklärt nun genauer, wie man den Zoo Duisburg „rezensieren“ kann: „z. B. mit einem Stern (schlechteste Bewertung) bis zu fünf Sternen – einfach auf die Sterne im linken Seitenbereich klicken.“

Meine Einschätzung


Für mich sind solche Aktionen albern und einer gemeinnützigen Organisation nicht würdig, zumal eben diese Organisation, nachdem sie selbst schlechte Bewertungen erhielt, die Rezensions-Möglichkeit für Ihre Seite eingestellt hat. Auch der Geschäftsführer einer solchen Organisation sollte solche Aktionen unterlassen. Ein Geschäftsführer sollte meiner Meinung nach neben Organisationstalent und Kommunikationsfähigkeit vor allem auch Offenheit, Vertrauenswürdigkeit, Integrität und Fairness besitzen, Charaktereigenschaften, die ich beim Geschäftsführer der betreffenden Organisation nicht erkennen kann. Oder ist es ein Zeichnen von Fairness, wenn eine Organisation bzw. deren Geschäftsführer offenbar nicht anders kann, als darauf hinzuweisen, wie man mit „einem Sterneinem Zoo eine schlechte Bewertung geben kann? Entspricht solches Handeln dem Geschäfts-Verständnis einer gemeinnützigen Organisation?

Nachtrag (1.4.2015 19:50 Uhr MEZ):
Gebracht hat die „Aktion“ der „weltweit aktiven gemeinnützigen Organisation zum Schutz von Meeressäugetieren mit Vor-Ort-Protestaktionen und juristischen Interventionen gegen Delfinarien und Tierquälerei“ rein gar nichts. Die Bewertung des Zoos Duisburg steht unverändert auf 3,7 Sternen


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