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Resümee


Zum Glück ist der Urlaub mit dem ASC bald zuende. Was so toll angefangen hat mit VIP Class im Flugzeug usw. wurde in Afrika schlagartig zum Desaster. Klar war der Urlaub nicht teuer, aber für das was von ASC Seite geboten wird, war ist jeder Euro zuviel. In der ersten Woche hat man darüber noch weggesehen. Alles war neu und „nicht ganz so saubere“ Zimmer und Duschen hat man als „Afrika-Standard“ eingestuft.

Was aber gleich von Anfang an sehr unangenehm war, das war die Ghetto-Situation. Man kam keinen Meter weg vom Hotel. Kein öffentlicher Nahverkehr und wenn es ihn doch gegeben hat, nirgendwo ein Hinweis darauf, sondern eher das Gegenteil (Sie brauchen gar nicht nach draußen, sie können alles mit uns machen und alles hier im Hotel erhalten). Der Kontakt zu Einheimischen wurde dadurch nicht nur erschwert, sondern fast unmöglich gemacht. Die einzigen Kontakte waren die zu Beachboys oder die zu anderweitig Gewerbetreibenden. „Normale“ Kenianer bekam man nicht zu Gesicht. Die Taxipreise vorm Hotel waren so angepasst, dass keiner große Lust verspürte, den Ghetto-Bereich zu verlassen (auf den Philippinen konnte ich für ein paar Pesos eine „Weltreise“ machen, in Berlin kauft man für 5 Euro ein Tagesticket und ist dann 24 Stunden autark). Nicht so hier! Dass man beim ASC jede Dienstleistung (Matten auf den Liegen, Gourmetpass) extra bezahlen muss, fiel bei mir allerdings nicht ins Gewicht, da ich beides nicht in Anspruch genommen habe.

Was aber „dem Fass vollends die Krone ins Gesicht“ geschlagen hat, war die dritte Woche, die Art und Weise, wie der ASC Touren und Veranstaltungen anbietet und wie er sie dann durchführt – oder auch nicht. Da kommt dann schon das Gefühl auf, „Hier geht was nicht mit rechten Dingen zu.“ Aber der Hammer sollte ja noch kommen: Während man beim Hinflug mit dem Gepäck sehr, sehr großzügig war, ich durfte sogar VIP-Class fliegen, wo noch viel, viel mehr als meine 20kg Gepäck erlaubt waren, wird beim Rückflug „sehr genau“ gewogen und mein ursprünglich noch nicht mal 20 kg schwerer Koffer ist auf wunderliche Weise (obwohl ich Memory-Spiel, Bade- und Turnschuhe, Seifen, Haarwaschmittel usw. in Afrika zurückgelassen und keine Souvenirs gekauft habe) plötzlich 4 kg schwerer. Wenn nur mein Koffer schwerer gewesen wäre, hätte ich ja noch an einen Zufall geglaubt, aber wenn plötzlich alle Gepäckstücke an Übergewicht leiden, dann scheint mir das ein „systematischen Fehler“ zu sein, der dem ASC pro Kilo 7 US-$ einbringt. Natürlich gibt’s in den Hotels keine Waage, so dass man das hätte vorher checken können, aber das wäre ja auch nicht im Sinne das ASC.

Der Rückflug selbst war angenehm, auch in der Touristenklasse. Die Maschine war noch nicht mal halb voll, sodass ich mich am Fenster über zwei Sitze lümmeln und einigermaßen ruhen konnte.

Es ist so schade, dass die absoluten Ostafrika-Highlights Serengeti, Ngorongoro-Krater, Lake Manyara, Tarangire, Colobus Trust, Kisite-Mpunguti-Meeresnationalpark und Wasini Island in einen derart schlechten Rahmen eingebunden waren. Und das ist’s, was leider bleibt. Vielleicht werde ich in ein paar Jahren nochmal in diese wunderbare Gegend reisen, dann aber sicher nicht mehr mit diesem Schweizer Verein!


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REISEBERICHTE AUS AFRIKA


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