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… und hinterher nach Sansibar

Mittwoch, 26.8.2009 (2/4)
Zurück im Hotel


Jetzt seh ich Strand, Hotel und Lage zum ersten mal bei Tageslicht. Das ist ja noch wahnsinniger als ich mir das gestern Abend ausgemalt hab. So stellt man sich das Paradies vor. Ich könnte überschnappen vor Glück.


Im Hotel angekommen geh ich kurz noch hoch in mein Zimmer, muss meine nassen Sachen auswaschen, duschen und (ganz wichtig) die Bilder auf den Epson rüberspielen. Auf dem 3½ cm breiten Monitor der 300 D sieht man einfach nicht, ob die Bilder scharf geworden sind oder nicht. Bei 10 cm Bildschirmdiagonale sieht man da schon mehr. Und es ist fantastisch! Etliche Delfinbilder sind was geworden. Ich muss sie immer und immer wieder ansehen. Dann muss ich noch mal raus auf die Terrasse. Das ist ja noch geiler als gestern Abend. Morgens um zehn, ein einziger Liegestuhl belegt und der Strand mit Ausnahme von zwei Wattwanderern menschenleer. Da muss ich nachher unbedingt runter.

Das Frühstück gibt’s im Restaurant im ersten Stock im Haupthaus, genau so wie das Mittagessen und auch das Abendessen. Mittags kann man von der Mittagskarte à la carte bestellen. Das Abendessen sollte man Mittags vorbestellen. Doch zuvor ein Blick aufs „Schwarze Brett“ gegenüber der Rezeption. Hier bekommt man die wichtigsten Informationen: Vor drei Tagen, am 22. August, hat der für Moslems heilige Monat Ramadan begonnen. Da essen sie von morgens bis abends 18:30 Uhr nichts, da trinken sie auch nichts. Deshalb sollen wir Gäste möglichst draußen auch nichts essen und auch nichts trinken. Rauchen sollten wir auf öffentlichen Plätzen schon gar nicht. Das geht bis zum 20. September so. Betrifft mich während meines Urlaubs also voll und ganz. Zum Glück müssen wir als Gäste nicht fasten. Lediglich normal gekleidet sollte man jetzt sein, d. h. abseits des Strands keine kurzen Hosen und auch keine nackten Oberkörper, wobei ein Bikinioberteil bei Frauen auch als „nackt“ gewertet wird.

Frühstück im Paradies


Da sitze ich jetzt im ersten Stock des Blue Oyster ganz allein auf der Frühstücksterrasse. Allein der Platz ist schon traumhaft. 3 Meter tiefer und 30 Meter weit weg der Indische Ozean. Ich kann’s noch immer nicht glauben, dass ich tatsächlich hier bin und nicht vor einer Kulisse. Der kräftige Südwind zerzaust meine Resthaare. Was meine Augen zu sehen bekommen, ist einfach irre. Türkisblaues Wasser und ein fast menschenleerer, schneeweißer Strand. Vorne, wo es flach ist, ankern ein paar Fischerboote. Weiter draußen segelt eine Dhow. In etwa 4 Kilometern Entfernung zeigen sich brechende Wellen das Riff an.


Ein Boy bringt mir mein verspätetes Frühstück. Zum Kaffee, und das ist ein „g’scheiter“ Kaffee, kein so lösliches Zeug, sondern richtiger Filterkaffee, gibt’s Brot, Käse, Marmelade, Erdnussbutter und natürlich Obst: Melone, Limetten, Bananen und Papaya. Nicht zu vergessen das Glas frisch gepressten Orangensaft. Doch das ist nicht alles! Jetzt kommt’s heftig! „Omelette Spanish Style“ mit Speck, Paprika und Zwiebeln, ergänzt mit gegrillten Würstchen in einer Zwiebel-Paprika-Creme. Dazu gibt’s frische Tomaten und lecker gerösteten Toast. Ich denke, das könnte mein Lieblingsfrühstück werden. Ein bisschen herzhaft, ein bisschen deftig. Genau so, wie es mir gefällt.

Ebbe und Flut


Eine Stunde bin ich jetzt nur gesessen und hab nur genossen. Doch jetzt ist es dringend an der Zeit, mal die Gegend zu erkunden und mehr vom Hotel zu sehen. Das Restaurant liegt also, wie gesagt, im ersten Stock. Wenn man die Treppe herunterkommt, ist linker Hand die Rezeption und der Ausgang und rechts ein offener Innenhof um den herum ebenerdig 5 Zimmer angeordnet sind. Geht man zum Hauptausgang raus, sieht man (jetzt leider immer weiter weg) den Indischen Ozean.


Das mag für manche ein kleines Problem sein, denn momentan ist fast den ganzen Tag Ebbe, sodass man eben ein bisschen weiter raus muss. Mit Badeschuhen kein Problem, denn in einen Seeigel tapsen, tut ihm nicht gut und uns auch nicht. Man kann sich aber seinen „Badetag“ auch entsprechend einteilen. Dazu ist eine Gezeitentabelle gegenüber der Rezeption angeschlagen.

Day high low high low high Moon Sunrise Sunset
Monday
24.08.09
00:05 am
0,05 m
06:25 am
4,04 m
00:30 pm
0,25 m
06:38 pm
3,64 m
06:27 am 06:24 pm
Tuesday
25.08.09
00:38 am
0,27 m
07:01 am
3,84 m
01:07 pm
0,54m
07:13 pm
3,31 m
06:26 am 06:24 pm
Wednesday
26.08.09
01:11 am
0,56 m
07:39 am
3,56 m
01:46 pm
0,89 m
07:49 pm
2,95 m
first
quarter
06:26 am 06:23 pm
Thursday
27.08.09
01:45 am
0,90 m
08:22 am
3,23 m
02:30 pm
1,27 m
08:33 pm
2,60 m
06:25 am 06:23 pm
Friday
28.08.09
02:23 am
1,25 m
09:21 am
2,92 m
03:33 pm
1,60 m
09:48 pm
2,31 m
06:25 am 06:23 pm
Saturday
29.08.09
03:19 am
1,58 m
10:53 am
2,71 m
06:21 pm
1,72 m
11:58 pm
2,22 m
06:25 am 06:23 pm
Sunday
30.08.09
06:02 am
1,75 m
0:43 pm
2,74 m
07:57 pm
1,48 m
06:25 am 06:23 pm
Monday
31.08.09
01:46 am
2,42 m
07:46 am
1,53 m
1:57 pm
2,94 m
08:37 pm
1,20 m
06:23 am 06:23 pm

Heute früh war demnach um 7:39 Uhr der höchste Wasserstand und heute Abend um 19:49 Uhr wird’s dann noch mal so sein. Nur da ist’s dann schon zappenduster. Dazwischen ist mehr oder weniger Ebbe, auch badetechnisch. Vor allem gegen drei viertel zwei heute Nachmittag sieht’s recht mau aus. Aber ich hab heute ohnehin nicht vor zu schwimmen, sondern möchte lieber Jambiani erkunden.


< Delfintour vor Kizimkani Jambiani >
MIT SCHLAFSACK UND ZELT IN DER SERENGETI … UND HINTERHER NACH SANSIBAR
REISEBERICHTE AUS AFRIKA


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