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… und hinterher nach Sansibar

Dienstag, 25.8.2009 (4/4)
Willkommen in Sansibar


Das Wichtigste ist erledigt und das „Beweisfoto“, dass ich tatsächlich in Sansibar bin, ist auch gemacht. Jetzt heißt es erst mal durch die Tür mit der Aufschrift „wanaowasili“ (Ankunftsbereich) gehen und nach dem Gepäck suchen. Hinter einer Wand mit Gucklöchern sieht man, wie dunkelhäutige Figuren emsig Gepäckkarren hin und her schieben. Alles von Hand, für einen „International Airport“ irgendwie chaotisch. Aber es scheint zu funktionieren. Schließlich landet auch meine orange-blaue Rolltasche auf der niedrigen Theke vor den Gucklöchern.

Mit der Tasche im Schlepp und dem Fotorucksack auf dem Rücken, geht’s an ein paar Wechselstuben vorbei, drei rechts, eine links, Richtung Ausgang.Vorm Flughafengebäude sammelt sich dann alles und wartet, um dann von den Fahrern der Hotels in alle Himmelrichtungen abtransportiert zu werden. Das klappt wie am Schnürchen. Ein Grüppchen nach dem andern verabschiedet sich. Die Friedberger Brüder haben jetzt auch ihren Fahrer entdeckt, wir bedanken uns noch mal wechselseitig für die unvergleichliche Woche und versprechen uns, dass wir in Deutschland ganz sicher gemeinsam Bilder angucken werden (ein typisches Urlauberversprechen eben).

Allein, allein. Ich bin allein


Die Menschen, welche die ATR 72 ausgespuckt hat, werden zunehmend weniger. Nach etwa ‚ner halben Stunde bin ich schließlich der einzige Fluggast, der noch da steht. Mich stört das eigentlich nicht weiter, bis mich dann einer der Flughafenmitarbeiter anspricht und fragt, wohin eigentlich ich wolle. „Ins Blue Oyster nach Jambiani!“ „Oh Mann, der ist schon lange weg! Der hat zwei Gäste eingeladen und ist dann weggefahren.“ „Aha.“ Der Flughafenmitarbeiter kommt richtig ins „Rödeln.“ Ich dagegen bleibe erstaunlich ruhig. So kenn’ ich mich gar nicht. „Hakuna matata“, sag ich lächelnd. „Hakuna matata“. Wir sind in Afrika! Ich bin in Urlaub.

Wie nicht anders zu erwarten, löst sich auch dieses „Problem“ recht bald. Der Flughafenmitarbeiter zückt sein Handy und 20 Minuten später ist der Fahrer vom Blue Oyster wieder da. Also doch „Hakuna matata“. Im Wagen sitzen bereits Sabine und Mario aus der Nähe von Dresden. Sie waren schon fast in Tungun, als der Anruf kam. Dann sind sie eben wieder umgekehrt und noch mal quer durch Sansibar Town gefahren.

Jetzt bin ich tatsächlich da, wo mich manche vielleicht schon immer hingewünscht haben: „dort wo der Pfeffer wächst“. Im 19. Jahrhundert war die Insel eine der grössten wirtschaftlichen Zentren von ganz Ostafrika. Berühmtheit erlangte sie vor allem wegen seines Handels mit Gewürzen und Elfenbein aber auch mit Sklaven. Die Insel, eigentlich sind’s ja mindestens zwei Inseln, nämlich Unguja und Pemba, liegen etwa 7° südlich des Äquators rund 40 km in Nord-Süd-Richtung vor der Küste Tansanias. Unguja ist etwa 85 km lang und an der breitesten Stelle 30 km breit, das etwas nördlicher gelegene Pemba ist etwas kleiner. Auf beiden Inseln leben etwa eine Million Menschen, 98% davon Moslems. Ich bin aber in erster Linie nicht wegen des Pfeffers hier, auch nicht wegen der Moslems, sondern vorrangig deswegen, weil ich auch hier Tiere beobachten will, Meerestiere nämlich, genauer gesagt Meeressäuger. Den meeresakrobaten habe ich versprochen, dass ich einen Bericht schreiben werde über „Die Delfine von Kizimkazi“.

Quer über die Insel


Ich bin ja so gespannt, was auf mich zukommt. Wenn das Blue Oyster auch nur halb soviel hält, wie die Bewertungen in Holiday Check versprechen, muss es ja ein Traumhotel sein, ein Traumhotel an einem Traumstrand.

Ich verstau mein Zeug und mich im Auto und dann geht’s los. Zunächst fahren wir in nordwestlicher Richtung die Nyerere Road hoch ins Zentrum von Sansibar Stadt. Wieso Sansibar Stadt? Ich hab immer geglaubt, die Hauptstadt von Sansibar hieße Stone Town. Der Fahrer aber klärt mich auf: Stone Town ist nur ein Stadtteil von Sansibar Stadt, so wie Manhattan ein Stadtteil ist von New York. Da soll noch einer sagen, dass Reisen nicht bildet. Again what learned! In Sansibar Stadt geht’s dann in östlicher Richtung weiter nach Tungun, Kitale, Nungu und Jozani und Pete. Das Erste was auffällt, ist, dass es hier viel grüner ist als drüben auf dem Festland und dass es hier deutlich geschäftiger zugeht als beispielsweise in Arusha oder Mto wa Mbu. Okay, das hier ist Großstadt und die anderen beiden Städte waren auf dem Land. Der Verkehr ist üppig: Unzählige Fahrräder, genau so viele Mopeds und etliche Autos teilen sich die Straße – und hie und da ´ne Kuh, die aber hier auf der Insel deutlich wohlgenährter sind als auf dem Festland.

Jozani-Chwaka-Bay National-Park


Bei Jozani und Pete kommen wir durch Sansibars einzigen Nationalpark, den Jozani Chwaka Bay Nationalpark. Er beinhaltet das größte Waldgebiet Sansibars – und die Straße führt mitten hindurch. Hier sollen, so steht es im Reiseführer, die überaus gefährdeten Sansibar-Stummelaffen und die Weißkehlmeerkatzen leben. Durch Schwellen abgebremst müssen wir unsere Fahrt verlangsamen und sehen hin und wieder tatsächlich einen der Affen über die Straße flitzen. Sie sind aber so schnell unterwegs und ich sitze im Font so ungeschickt, dass ich es kaum schaffe, eines der Tiere auf Chip zu bannen.

Kokospalmen


Nachdem wir den Jodani Forest durchquert haben, ändert sich die Baumart zusehens. Überall stehen nun mächtige Kokospalmen herum und man fühlt sich jetzt echt wie auf einer Tropeninsel. Auch der Verkehr hat inzwischen wesentlich nachgelassen. Vereinzelt mal ein Radfahrer, das war´s dann. Autos sieht man jetzt kaum mehr. Für uns geht’s nun weiter südlich nach Kitogani, dann östlich nach Paje. Es ist ein einziges Gekurve. Über eine Stunde braucht man für die Luftlinie 25 km lange Strecke. Eine Stunde ist aber auch schon rum (für mich! Sabine, Mario und unser Fahrer sind schon ein bisschen länger unterwegs, hihi). Lang kann’s also nicht mehr dauern.

Inzwischen haben wir Paje hinter uns gelassen und brettern nun eine Schnellstraße entlang Richtung Süden. Plötzlich, linker Hand, das Hinweisschild „Karibu Blue Oyster Hotel Jambiani“. Der Wagen bremst ab und biegt linker Hand in einen Feldweg, wo gerade eine prächtig gekleidete Sansibari ihres Weges geht.

Am Indischen Ozean


Endlich sind wir da. Das Hoftor wird geöffnet, wir fahren rein und steigen aus. Ich muss erst mal stehen bleiben und Luft holen. Nicht weil die Tasche so schwer ist, sondern weil ich das Gefühl habe, gegen eine Fototapete zu laufen.

Das gibt’s doch nicht! Palmen, Boote, türkisblaues Wasser bis zum Horizont, links und rechts ein fast menschenleerer Sandstrand, hinter mir dann das zweistöckige Blue Oyster und daneben die ebenfalls zweigeschossigen Gästehäuser. Leider ist es heute recht wolkenverhangen und trüb, doch wenn da Sonne dazu kommt, dann ist hier wirklich das Paradies! Ich freu mich jedenfalls tierisch!

Rezeption und Restaurant befinden sich im Haupthaus, wohin wir erst mal gehen. Normalerweise muss man, da das Abendessen im Blue Oyster immer frisch zubereitet wird, spätestens zwei Stunden im Voraus bestellen. Da wir aber jetzt erst ankommen, wird heute eine Ausnahme gemacht. Mit frisch gepresstem Orangensaft und der Speisekarte in der Hand kommt ein Angestellter direkt zu uns an den Empfangstresen, wo wir auch gleich unsere Essens-Bestellung für heute Abend aufgeben können. Ich entscheide mich, da ich eh nichts lesen kann, für „Ugali Samaki“. Bin gespannt, was das ist.

80 $ für eine Delfintour? Na und?


Das Allerwichtigste für mich aber ist, wann und wo kann ich auf Delfintour gehen?

„Leider hat sich momentan keiner unserer Gäste für diese Tour angemeldet, aber wenn Sie möchten, arrangieren wir das. Sie wären dann im schlimmsten Fall allein und müssten die Fahrt alleine zahlen.“

„Und wie viel wär’ das?“

„ 80 $.“

80 $, ja und? Das sind etwa 60 €. Ich bin nach Sansibar gekommen, weil ich Delfine sehen will, was sind da 60 €? In Deutschland kann ich nirgendwo wildlebende Delfine sehen und für 60 € komm ich auch nirgendwo hin, wo’s welche gibt, also buch ich. Peter, so heißt der Angestellte des Hotels, telefoniert irgendwo in der Gegend rum, und die Sache ist geklärt. Um 6:30 Uhr morgen früh soll ich abgeholt werden. Frühstück gibt’s dann danach. Das ist perfekt!

Noch mal zum Strand


Jetzt ins Zimmer zu gehen, wäre absolut blöd. Da es nur noch wenige Minuten hell ist, gehe ich zuerst noch runter zum Strand, sind ja nur 10 Meter. Boah, das ist so ein Wahnsinn. Ich glaub’s einfach nicht. Hier werde ich also die nächste Woche sein. Da passt mein T-Shirt „Ich bin dagegen“ nun überhaupt nicht. Ich bin überhaupt gegen gar nichts hier. Alles ist so unwahrscheinlich positiv, dass man gleich das Gefühl hat, unter Freunden zu sein. Was auch auffällt, hier steht keiner, der dir für ein paar Dollar ungefragte Dienste anbietet. Alles ist so was von normal und unaufdringlich. Das gefällt mir total.

So, genug geguckt und geschwärmt. Ein jüngerer Angestellter bringt mich auf mein Zimmer. Ich habe Zimmer 9 in der ersten Etage des zweiten Hauses rechts neben dem Haupthaus. Das Zimmer ist knapp 20 m² groß, das Bad 3,5 m². Es ist picobello sauber. Fernsehen allerdings gibt es nicht. Doch wer hier fernsehen möchte, ist eh fehl am Platz. Wie gesagt: Die Natur hier bietet mehr als es Fernsehen jemals könnte.

Im Zimmer steht ein aus dunklem Holz geschnitztes 4 m² großes Himmelbett, dessen schneeweiße Linnen mit dunkelroten Hibiskusblüten dekoriert sind. Einfach traumhaft! Dazwischen auf einem gelben zusammengerollten Papier ein Begrüßungsschreiben, das les ich dann später. Die Liegefläche des Bettes ist mächtig hoch, da nachts rausfallen und die Gräten sind gebrochen. Ergänzt wird die Zimmereinrichtung durch einen Schreibtisch mit zwei Stühlen, eine Ankleidekommode und einen Beistelltisch.

Eine Tür führt auf die mindestens genauso große Terrasse. Der Blick von der Terrasse auf den nur 10 Meter entfernten Indischen Ozean, die Kokospalmen, und den schneeweißen Strand sind einfach nur Wahnsinn. Das gibt es einfach nicht! Mit tränengeschwängertem Blick fixiere ich die Wellen. Ich glaube, ich wäre noch ewig gestanden, hätte Allah (ja, der ist hier zuständig) gegen 18:30 Uhr nicht das „große Hauptlicht“ ausgemacht. Wenn Susanne das erleben könnte, ich glaube, sie würde vor Glück verrückt werden. Hat sie doch immer von einer Terrasse mit Meerblick geträumt.

Ein Blick in die Hotel-Mappe


Das Zimmer, die Terrasse, das Bad, das ist einfach nur klasse! Nachdem ich noch kurz geduscht (war nötig) und mich neu angezogen habe, ist endlich Zeit, mal in die Hotel-Mappe zu gucken.

Herzlich willkommen im Blue Oyster Hotel
Das Blue Oyster Hotel ist ein kleines, familiäres Hotel, welches zwischen Kokospalmen am traumhaften Strand von Jambiani an der Ostküste Sansibars liegt. Seitdem der deutsche Besitzer Klaus Martin Beiser das Hotel am 26. 12.1999 eröffnet hat, sind wir ständig daran, den Komfort zu verbessern. Im Sommer 2003 haben wir das Hotel um einen Bungalow mit vier modernen Zimmern, jeweils eigenem Bad und Balkon erweitert. Im Jahr 2007 wurde das Restaurant grundlegend renoviert und die Zimmer um den Innenhof mit Bädern ausgestattet. Somit bieten wir jetzt 12 Zimmer, bestehend aus 7 Doppelzimmern mit Bad und Balkon und 5 Zimmern mit Bad im Haupthaus um den Innenhof gelegen. Unser Restaurant befindet sich im ersten Stock und bietet neben internationaler und sansibarischer Küche einen wundervollen Ausblick von der Seeterrasse, ideal bei Sonnen- und Mondaufgängen.

Weitere Informationen

An unserer Pinnwand finden Sie noch zusätzlich zu Ihrer Information eine Gezeitentabelle und einen Mondkalender.

Unser Warmwasser wird über eine Solaranlage aufgeheizt. Sollte einmal nicht genügend Warmwasser zur Verfügung stehen, bitten wir das zu entschuldigen.

Wir unterstützen finanziell verschiedene Projekte, u.a. das lokale Krankenhaus durch Medikamente, wozu wir Geld sammeln und dann in der Stadt Medikamente einkaufen. Wenn Sie etwas spenden möchten, sind sie herzlich willkommen, das zu tun. Des Weiteren bietet die „Hands Across Borders Society NGO“ verschiedene Möglichkeiten, gesundheitliche und schulische Projekte zu unterstützen. Dazu erteilen Ihnen Alistair und Pat in der Wellness-Klinik gerne weitere Informationen.

Das Trinkgeld für unsere Angestellten wird gesammelt und einmal im Monat unter allen Angestellten gleich aufgeteilt. Eine Tipp-Box befindet sich an der Bar.

Wenn wir irgendetwas für Sie tun können, um ihren Urlaub noch besser gestalten zu können, fragen Sie bitte beim Management. Wir wünschen Ihnen einen schönen und erholsamen Aufenthalt.

Ihre Meinung ist uns wichtig. Bitte schreiben Sie uns ihre Ideen, Anregungen, Beschwerden u.a. in unser „feedback form“ und geben sie dieses an der Rezeption ab.

Das gefällt mir, damit kann ich mich anfreunden. Besonders gut gefällt mir, dass das Hotel offensichtlich sehr sozial eingestellt ist. Das merkt man aber auch daran, wie gerne die Angestellten (okay, ich habe bisher nur wenige gesehen) offensichtlich hier arbeiten.

Stromausfall


Jetzt werde ich erst mal meine Sachen auspacken und verstauen und vor allem Akkus laden. Die haben auf der Safari ganz schön gelitten und außer den zweien in den Kameras habe ich momentan keinen vollen Akku mehr. Zum Glück habe ich hier eine Steckdose im Zimmer, also Ladegeräte gesucht und los. Drei Ladegeräte hatte ich ursprünglich dabei, zwei Canon und ein Universalladegerät, das man auch an den Zigarettenanzünder im Auto anschließen kann. Mist, ich kann das zweite Canon-Ladegerät nicht finden. Irgendwo ist mir das abhanden gekommen.

Etwas „Schwund“ hatte ich bei dieser Reise schon eingerechnet, insofern ist das Fehlen des Ladegeräts auch nicht weiter tragisch, viel schlimmer wäre es, wenn Bilder abhanden gekommen wären. Hab ja noch zwei andere Ladegeräte. Doch gerade in dem Moment, wo ich die beiden in die Steckdose stecke, haben wir Stromausfall. Da stehst du vielleicht blöd da. Eigentlich wollte ich ja noch Einträge in mein Tagebuch machen, doch ohne Licht kannst du das vergessen. Aufstehen und Kopflampe suchen ist auch nicht drin. Man sieht absolut gar nichts. Wenn hier Stromausfall ist, ist es nicht nur ´n bisschen dunkel, sondern richtig dunkel. Du kannst es noch nicht mal wagen, dich schlürfend durchs Zimmer zu tasten, um nach irgendwas zu suchen. Also bleibe ich sitzen und warte. 10 Minuten später ist der Strom wieder da. Das ist auch für die Duschen wichtig, da das Wasser offensichtlich mit elektrischen Pumpen befördert wird.

Ugali Samaki


So, jetzt kann ich meine Akkus laden und auch ein paar Takte Tagebuch nachschreiben. Gegen halb neun geh ich dann rüber ins Haupthaus zum Abendessen. Ich setz mich, nachdem ich gefragt hab, an den Tisch von Sabine und Mario (den beiden aus dem Auto) und bestell mir ein Ndovu, das einzige Bier, das ich neben Safari, Tusker und Kilimanjaro noch nicht kenne. Das reißt mich aber nicht vom Hocker. Mein Favorit ist eindeutig das Tusker, okay, morgen dann wieder. Bin gespannt, was „Ugali Samaki“ ist, das Menü, das ich mir zum Essen bestellt habe.

Das Essen kommt. Es sieht aus wie ein gegrilltes Stück Fischfilet mit einem Klacks blassem Kartoffelbrei. Das Ganze mit ein paar bunten Parikastreifen grün und rot garniert. Das interessiert mich jetzt schon, was das ist, deshalb frag ich den Kellner, der mir das Ganze freundlich erklärt: „Ugali“ ist ein Maisbrei und „Samaki“ ist das Kisuaheli-Wort für Fisch.

Der frische Fisch schmeckt ungemein lecker, der Maisbrei dagegen ist gewöhnungsbedürftig. Die Pampe kommt mir aber recht bekannt vor. Hatte ich die nicht schon in der Zion-Campsite probiert? Ich glaub, ja! Das ist doch das Zeug, das die Köche für sich gekocht haben und von dem sie mir was abgegeben haben, als ich gefragt hab. Jetzt erinnere ich mich, mit Soße hatte ich das damals probiert. Zum Glück ist auch hier Soße dabei, denn „Ugali“ selbst schmeckt nach gar nichts. Zum „Runterspülen“ kauf ich mir jetzt doch noch ein „Tusker“ und nicht erst, wie geplant, morgen.

Da ich nur „Übernachtung mit Frühstück“ gebucht habe, muss ich das Abendessen natürlich extra bezahlen. Das geht im Blue Oyster ganz einfach: Die Rechnungen werden vom Gast zunächst nur unterschrieben, gesammelt und erst am Schluss des Urlaubs auf einmal bezahlt. Um euch eine Preisvorstellung zu geben: „Ugali Samaiki“ und zwei Bier kosten im Blue Oyster zusammen 16 $, was etwa 11,25 € entspricht.

Lala Salama – Gute Nacht


Jetzt, wo man Ruhe und Zeit hat, merkt man erst, wie anstrengend der heutige Tag und auch die vergangene Woche doch war. Unterwegs hat man davon gar nichts gemerkt. Doch jetzt freue ich mich echt auf ein „richtiges“ Bett. Morgen früh ist ja auch nichts mit Ausschlafen. Aus diesem Grund heißt es um 22:00 Uhr „Lala Salama – Gute Nacht“. Ich geh rüber in mein Zimmer, guck noch ein bisschen Bilder und dann will ich auch schon bald schlafen. Doch so einfach wegtauchen, geht nicht. Ich lieg da in meinem riesigen, zwei mal zwei Meter großen Himmelbett. Nur umgeben von den deckenhohen Moskitonetzen und träume. Gut, dass ich heute früh Susanne noch ein Lebenszeichen geschickt hab, hier wird das wohl nicht so einfach sein. So liege ich nun im Bett und betrachte meine Füße, die unten aus der Zudecke herauslugen. In gleicher Richtung, nur ein paar Meter weiter, sind hinter der Wand: meine Terrasse, der Liegestuhl, das Tischchen und die zwei Sessel und – der Indische Ozean. Ob’s da echt Delfine gibt? Ob das mit der Delfintour morgen dann auch tatsächlich hinhaut? Die Erwartungen sind groß, die Müdigkeit auch. Irgendwann ist dann auch bei mir „das Licht ausgegangen“.


 

< Flug nach Sansibar Delfintour vor Kizimkazi >
MIT SCHLAFSACK UND ZELT IN DER SERENGETI … UND HINTERHER NACH SANSIBAR
REISEBERICHTE AUS AFRIKA


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